Grettir und Hjördis auf dem trockenen Paddock
Paddockbau aus eigener Erfahrung

Matschfreier Paddock im Winter: So haben wir unseren Paddock selbst gebaut

Matsch, Pfützen und rutschiger Boden gehörten für uns im Herbst und Winter lange dazu. Bis wir beschlossen haben, unseren Paddock in Eigenleistung zu befestigen.

Diesen Winter waren unsere Pferde jeden Tag draußen. Das war nicht immer so.

Grettir und Hjördis auf dem trockenen Paddock
Grettir und Hjördis auf ihrem befestigten Paddock – trocken und zufrieden.

Das Problem: Matsch im Paddock

Matsch im Herbst und Winter kennt wohl jeder Pferdebesitzer. Und die Diskussionen dazu gleich mit: Ist der Boden zu rutschig? Leiden die Hufe? Sollten die Pferde bei diesem Wetter lieber drinnen bleiben?

Bei uns steckte ehrlich gesagt noch ein zweiter Grund dahinter, den man nicht immer so laut ausspricht: Nicht nur die Pferde werden älter und reagieren empfindlicher auf tiefen, rutschigen Boden. Auch wir Pferdemenschen werden nicht jünger – und Schlamm kann schnell zur Stolpergefahr werden. Ein matschfreier Paddock ist deshalb für beide Seiten ein Gewinn.

Also haben wir beschlossen: Wir bauen den Paddock selbst. Mit fachlicher Unterstützung, einem Minibagger und ziemlich viel Genauigkeit.

1 Die Lieferung

Die Paddockplatten kommen per Spedition

Die Paddockplatten wurden per Spedition auf Paletten direkt zu uns geliefert. In diesem Moment wurde aus unserem Plan ein echtes Projekt – und beim Blick auf die beiden hohen Paletten war sofort klar, dass vor uns ein paar arbeitsreiche Tage lagen.

Paddockplatten nach der Anlieferung auf Paletten
Gut verpackt und auf Palette angeliefert: unsere Paddockplatten für die neue befestigte Fläche.
2 In the making

Der Untergrund entscheidet

Mit jemandem vom Fach an unserer Seite wurde penibel auf das saubere Abziehen der Fläche und das Spannen der Richtschnur geachtet. Der Minibagger hob das Erdreich aus und verteilte später den Sand für den Unterbau.

Gerade bei einer dauerhaft belasteten Pferdefläche lohnt sich Genauigkeit: Ein ebener, tragfähiger Untergrund ist die Basis dafür, dass die Platten stabil liegen und Wasser zuverlässig ablaufen kann.

Minibagger beim Vorbereiten des Untergrunds für den Paddock
Der Minibagger erleichtert den Aushub und das Verteilen des Unterbaus.
Abgezogener Sandunterbau mit gespannter Richtschnur beim Paddockbau
Richtschnur, Abziehlatte und Geduld sorgen für eine ebene Fläche.
3 Verlegen leicht gemacht

Platte für Platte dank Klick-System

Nachdem der Minibagger den Sandunterbau verteilt hatte und die Fläche sauber abgezogen war, ging das Verlegen überraschend schnell. Die einzelnen Platten werden über das Klick-System miteinander verbunden und ergeben so eine zusammenhängende, stabile Fläche.

Verwendet haben wir die Icelandic Horse Paddockplatten in 50 × 50 cm. Sie bestehen aus Recycling-Polyethylen und sind für stark beanspruchte Flächen wie Paddock, Auslauf, Unterstand oder Reitplatz gedacht.

Paddockplatten werden mit dem Klick-System verbunden
Einsetzen, verbinden, weiterarbeiten: Das Klick-System machte das Verlegen angenehm unkompliziert.

Die von uns verwendeten Platten

Die Paddockplatten sind elastisch, bruchsicher, hochbelastbar sowie UV- und frostbeständig.

Paddockplatten 50 × 50 cm ansehen →

Das Ergebnis: trocken trotz Regen, Schnee und Tauwetter

Bei Regen bilden sich keine Pfützen und kein tiefer Matsch. Besonders überzeugt hat uns der Paddock nach Schnee und anschließendem Tauwetter: Am nächsten Tag war die Fläche trocken, ohne dass wir vorher auch nur einen Schaufelstrich Schnee geräumt hatten.

Inzwischen nutzen wir den befestigten Paddock nicht nur als Winterauslauf, sondern auch zum Longieren. Die Fläche ist damit im Alltag deutlich vielseitiger geworden.

Keine Pfützenauch bei Regen
Schnell trockennach Schnee und Tauwetter
Vielseitig nutzbarauch zum Longieren
Trockener Paddock nach Schnee und Tauwetter
Schnee neben der Fläche, trockener Sand auf dem Paddock – ganz ohne vorheriges Schneeräumen.

Und dann waren da noch die Ponys …

Eigentlich sollte der Paddock ohne Elektrozaun auskommen. Keine Lust auf Batterien laden und darauf, ständig an das Ein- und Ausschalten des Geräts zu denken.

Aber sobald das Heu aufgebraucht war und das Gras auf der anderen Seite verlockend grün wurde, fanden die Ponys systematisch jede Schwachstelle zwischen den Holzlatten. Sie hatten ja Zeit.

Also haben wir nachgebessert und doch ein Elektroseil gespannt. Manche Dinge plant man am Schreibtisch – und manche lernt man eben erst durch die Ponys selbst.

Weidezaunseil als zusätzliche Sicherung am Paddock
Nachbesserung auf Pony-Art: Das zusätzliche Weidezaunseil schützt nun auch die verlockenden Schwachstellen.

Passendes Weidezaunzubehör wie Elektroseile, Isolatoren und weitere Lösungen findest Du ebenfalls bei uns im Shop.

Alles für Deinen Paddockbau

Von der bei uns verwendeten Paddockplatte bis zur zusätzlichen Zaunsicherung findest Du hier die passenden Bereiche auf einen Blick.

Unser Fazit

Nicht nur die Pferde sind zufrieden, auch wir. Der Aufwand hat sich für unseren Alltag mehr als gelohnt – und Grettir und Hjördis standen diesen Winter wirklich jeden einzelnen Tag draußen.

Unser Tipp aus dem Projekt: Der passende Unterbau richtet sich nach Bodenbeschaffenheit, Entwässerung und späterer Belastung der Fläche. Plane den Aufbau deshalb passend zu Deinen Gegebenheiten und hole Dir bei Bedarf fachliche Unterstützung.

Bei weiteren Fragen unterstützen wir Dich gerne – schreibe uns einfach über unser Kontaktformular.

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